Umwelt & Naturschutz

Klimaschutzkonzept

Klimaschutz vor Ort: Herausforderung und Chance

Die bedrohliche Zunahme klimaschädlicher Treibhausgase ist ein globales Problem, das auch die Kommunen vor große Herausforderungen stellt: Wie können wir die Energiewende vor Ort mitgestalten? Welche Handlungsmöglichkeiten können oder sollten wir nutzen? Welche Wege und Möglichkeiten haben wir Energie einzusparen?

Sich aktiv um Lösungen zu bemühen, beinhaltet auch Chancen. Kommunen, die in den Klimaschutz investieren, senken beispielsweise ihre Energiekosten in Schulen, Sporthallen oder Rathäusern und entlasten so ihren Finanzhaushalt. Werden Betriebe und Unternehmen vor Ort aktiviert, können auch diese zukunftsfähiger werden. Das sichert Arbeitsplätze und steigert die regionale Wertschöpfung. Wenn sich dazu alle Beteiligten an einen Tisch setzen, kann der Klimaschutz vor Ort besser koordiniert und institutionalisiert werden.

Integriertes kommunales Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Cremlingen

Die Gemeinde Cremlingen hat daher in einem einjährigen Prozess ein Klimaschutzkonzept erstellt – als Basis der Klimaschutzaktivitäten der nächsten Jahre. Dazu wurde der aktuelle Stand analysiert, Stärken herausgearbeitet und Potenziale für neue Ansätze identifiziert. Es werden konkrete Vorschläge für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen gemacht.

Rahmenbedingungen

Auf Beschluss des Rates der Gemeinde Cremlingen aus dem Jahr 2014 wurde die Verwaltung mit der Erstellung eines Klimaschutzkonzepts beauftragt und eine Förderung des Vorhabens beantragt. Der Startschuss für das Konzept fiel nach der Verabschiedung des Haushalts im Frühjahr 2015. Die Federführung bei der Erstellung des Konzepts lag beim Fachbereich 5 „Bauen, Wohnen und Umwelt“ der Gemeinde Cremlingen.

Mit der Erarbeitung im Zeitraum von Juni 2015 bis März 2016 wurden die target GmbH aus Hameln sowie das Ingenieurbüro Wienecke, Hillebrecht und Partner aus Wolfenbüttel beauftragt, die beide über einschlägige Erfahrungen verfügen. Das Konzept wurde anteilig aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung gefördert. Die Vorlage eines Klimaschutzkonzepts ist Voraussetzung für die Förderung eines Klimaschutzmanagers im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Dessen Einstellung ist grundsätzlich bereits vom Rat der Gemeinde Cremlingen beschlossen. Voraussetzung ist allerdings, dass auch diese Stelle mit Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung gefördert wird. Hierzu wird in Kürze ein entsprechender Förderantrag gestellt werden.

Kernelemente der Konzepterarbeitung

  • Aktualisierung der Energie- und CO2-Bilanz
  • Durchführung von Arbeitsgruppen und Akteursbeteiligung
  • Darstellung von Potenzialen und Entwicklung von Szenarien
  • Entwicklung und Diskussion von Handlungsansätzen und Maßnahmeempfehlungen
  • Vorlage des Konzepts / Abschlussbericht

Energie- und CO2-Bilanz

Dreh- und Angelpunkt beim Klimaschutz ist die Einsparung schädlicher Treibhausgase. Für die Ermittlung der Potenziale und die Festlegung der Ziele ist die Energie- und CO2-Bilanz die Grundlage. Eine erste Bilanz wurde bereits im Rahmen des Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzepts für den Zweckverband Großraum Braunschweig – REnKCO2 erstellt. Diese ergab für die Gemeinde Cremlingen und das Jahr 2009 einen Pro-Kopf-Ausstoß von zehn Tonnen CO2, und lag damit knapp unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Im Zuge des Klimaschutzkonzepts wurde die Energie- und CO2-Bilanz aktualisiert.

Akteursbeteiligung: Bringen Sie sich ein!

Ein Klimaschutzkonzept ist auf die aktive Beteiligung der Menschen vor Ort angewiesen, damit Visionen und konkrete Maßnahmen gemeinschaftlich auf breiter Basis entwickelt werden können. Dazu wurden sowohl Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung, örtliche Unternehmen, Fachleute und Verbände als auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen.

In der ersten Sitzung wurde ermittelt, was in Cremlingen bisher beim Klimaschutz erreicht wurde und wo möglicherweise Ansätze für weitere Aktivitäten bestehen. Nach dieser Standortbestimmung wurden in der zweiten Sitzung konkrete Vorschläge entwickelt, diskutiert und bewertet.

Haben Sie Ideen und Vorschläge?

Wenn Sie Vorschläge haben, was in Cremlingen in Sachen Klimaschutz, z. B. Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, getan werden sollte, freuen wir uns auf Ihre Ideen. Ebenso, wenn Sie gute Beispiele kennen, die bereits umgesetzt wurden und mehr Aufmerksamkeit verdienen: Schreiben Sie eine E-Mail an weber-schoenian@cremlingen.de. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.

Klimaschutzaktivitäten im Landkreis und im Zweckverband Großraum Braunschweig

Der Landkreis Wolfenbüttel hat im Oktober 2012 eine „Klimaschutzkonzeption“ vorgelegt. Diese hat zum Ziel, analog zu den nationalen Klimaschutzzielen bis zum Jahr 2050 in mehreren Schritten 90 Prozent der CO2-Emissionen einzusparen. Langfristig soll der Landkreis zur „Energie-Export-Region“ werden und mehr Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen, als bilanziell für den Eigenbedarf benötigt wird.

Und das bereits erwähnte Energie- und Klimaschutzkonzept des Zweckverbands Großraum Braunschweig soll bis 2017 zu einem „Masterplan zur Gestaltung der Energiewende“ ausgebaut werden. Auch hier ist es das Ziel, 100 Prozent des Energiebedarfs aus eigenen und erneuerbaren Quellen zu decken. Zu beiden Konzepten gibt es Anknüpfungspunkte, die im Klimaschutzkonzept der Gemeinde Cremlingen berücksichtigt wurden.

Vorlage des Konzepts im Juni 2016

Alle Ergebnisse der Analysen sowie die Maßnahmenempfehlungen wurden im Klimaschutzkonzept zusammengefasst. Das Konzept wurde im Frühjahr 2016 fertiggestellt und die darin formulierte Klimaschutzstrategie für die Gemeinde Cremlingen vom Rat am 14.06.2016 beschlossen. Es ist ebenfalls auf dieser Seite einsehbar.

PDF-Dateien zum Download

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